Weingut Freiherr von Gleichenstein - Weingut am Kaiserstuhl

Böden

Der Vulkangestein


Im westlichen Bereich des Kaiserstuhls ist besonders in den steileren Hanglagen die Lössüberdeckung des Vulkangesteins nicht mehr vorhanden, sodass die Reben hier direkt im Vulkangestein wurzeln. Meist ist er rötlichbraun oder im Oberboden ist das angewitterte graue Gestein zu sehen. Der Vulkangestein erwärmt sich schnell, hat eine gute Durchlüftung und Nachlieferung von Pflanzennährstoffen, was ein Vorteil gegenüber dem Lössboden ist. Allerdings speichert der Vulkangestein kaum Wasser.
 


Der Lösslehmboden


Der Kaiserstuhl ist heute weitgehend von einer Lösslehmschicht bedeckt. Löss ist ein Lockersediment, welches durch Erosion anderer Gesteine entsteht und durch Wind an seinen Ablagerungsort befördert wird. Der Löss entstand – wie im gesamten Randbereich der Oberrheinebene – während der letzten weitgehend vegetationsfreien Eiszeit durch Auswehung aus dem Rheinschlamm.
Am Kaiserstuhl liegt die Mächtigkeit der Lössschicht zwischen 10 und 40 Metern, es gibt jedoch auch Orte im Südwesten, an denen kein Löss sedimentiert wurde.
Gerade die Lössböden des Kaiserstuhls werden agrarisch intensiv genutzt, da sie eine gute Belüftung bieten und eine hohe Wasserspeicherfähigkeit sowie mechanisch gute Eigenschaften besitzen. Außerdem sind im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung die sogenannten Lösshohlwege entstanden.